Mehr Schutz für Kinder in Schweich: Der Gewerbeverband Schweich beteiligt sich seit Herbst vergangenen Jahres aktiv an dem bundesweiten Projekt "Notinseln". Mittlerweile machen 55 Partner mit: Sie signalisieren mit Aufklebern und Plakaten, dass Kinder im Ernstfall dort Hilfe bekommen.
Schweich. Was ist, wenn ein Kind in Schweich in Not gerät - durch gewaltbereite Gleichaltrigen, durch Gruppen oder Erwachsene? Die Antwort gab der Schweicher Gewerbeverband im Herbst letzten Jahres: Der Verband hat in Zusammenarbeit mit der Levana Schule ininitiiert, dass die Moselstadt bei der bundesweiten Aktion "Notinseln" mitmacht.
Die Stiftung Hänsel & Gretel, die seit 1997 Kinderschutzprojekte unterstützt, hat das Notinsel-Projekt ins Leben gerufen und überträgt es auf Städte, Gemeinden und ganze Landkreise. "Nachdem im Sommer wieder einmal Meldungen im Fernsehen zu sehen waren, dass ein junges Mädchen entführt, vergewaltigt und umgebracht wurde, haben wir uns in Schweich spontan entschlossen, mitzumachen", sagt Johannes Heinz, Vorsitzender des Schweicher Gewerbeverbands. Und: Die Hemmschwelle, Gewalt einzusetzen, sinke vielerorts, Kinder seien immer häufiger mit Gefahrensituationen konfrontiert.
Das "Schutzmittel" ist einfach: "Notinsel - Wo wir sind, bist Du sicher" steht auf den Aufklebern. An den Türen von Geschäften, Banken, Apotheken, Verwaltungen und anderen Partnern kleben gut sichtbar die Schilder mit den Notinsel-Zeichen. Zu Beginn der Aktion hatten 36 Geschäfte mitgemacht und damit ein deutliches Zeichen für den Kinderschutz und gegen potenzielle Täter gesetzt. "Mittlerweile sind es 55" , sagt Heinz.
Die Verwaltungen sowie Polizei, Jugendpflege und Schulen unterstützen die Idee und helfen bei der Umsetzung mit: So etwa haben Mitglieder des Runden Tischs "Präventionsarbeit" in der Verbandsgemeinde Schweich die teilnehmenden Geschäfte und Partner der Notinseln über das richtige Verhalten in Gefahrensituationen informiert. "Wir möchten in Schweich dem gefährlichen Trend der Zeit einen Schritt voraus sein", betont Heinz. Die Kinder Marina Grünen und Angela Zobel aus Schweich-Issel finden die Aktion prima. "Es ist gut zu wissen, dass uns jemand im Notfall hilft und wir nicht alleine da stehen." Auch ihre Mutter lobt die Initiative: "Die Kinder fühlen sich in Schweich dadurch sicher", sagt Anke Grünen und sieht in dem Projekt ein schönes Symbol der Gemeinschaft. Schweich ist in der Region Trier bislang die einzige Gemeinde, die sich an der Aktion beteiligt - in Rheinland-Pfalz machen derzeit 21 Kommunen mit, in Deutschland haben fast 140 Städte und Dörferdie "Notinseln" zu sich geholt.
Weitere Informationen gibt es unter www.notinsel.de und unter www.kijub-schweich.de
Aus dem Trierischen Volksfreund vom 18.02.2010.
Autorin: Katja Bernardy
Quelle: www.volksfreund.de
Der Runde Tisich Präventionsarbeit möchte auf ein Angebot der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz aufmerksam machen, welches sich mit dem Thema "Alkohol an Karneval" beschäftigt, nämlich die Kampagne "MACH DIR NIX VOR".
Sie stellt die Frage: Kennen Sie sich im Jugendschutz aus?
In der närrischen Zeit finden zahlreiche Feste und Feiern statt und die Tradition des Feierns soll von Fröhlichkeit der Menschen und nicht durch exessiven Alkoholkonsum geprägt sein. Darum setzen sich immer mehr Vereine für die Einhaltung des Jugendschutzes ein.
Bei dem Angebot der LZG können Sie sich kostenlos zu den Regelungen des Jugendschutzes informieren.
Die LZG läd herzlich zur ersten eLearning-Schulung für Karnevals- und Fastnachtsvereine ein.
Die Schulung ist kostenfrei und steht seit dem 11.11. bis Aschermittwoch rund um die Uhr online zur Verfügung. Informationen zur Schulung und Anmeldung gibt es unter www.elearning.lzg-rlp.de.
Der Runde Tisch Präventionsarbeit findet, dass dies ein guter Weg ist, um sich in Sachen Jugendschutz für die kommenden Festtage zu rüsten!
Damit Kinder in Schweich noch sicherer sind: Der Förderverein der Schweicher Levana-Schule startet gemeinsam mit dem Gewerbeverband der Moselstadt und dem runden Tisch Präventionsarbeit in der Verbandsgemeinde Schweich das Projekt "Notinsel".
Schweich. "Notinsel - Wo wir sind, bist Du sicher", steht auf den Aufklebern mit den drei bunten Männchen, die in den kommenden Tagen an Türen und Schaufenstern von Schweicher Läden zu sehen sein werden. Das Zeichen signalisiert: Hier finden Kinder Zuflucht vor Gewalt und Gefahr oder wenn sie in einer alltäglichen Not sind. Damit gehört Schweich in regionaler Vorreiterrolle zu den insgesamt 137 Gemeinden, die bisher das "Notinsel-Projekt" in ihre Städte und Dörfer geholt haben.
Die Initiative geht von der Stiftung "Hänsel & Gretel" aus, die seit 1997 Kinderschutzprojekte unterstützt.
"Gewalt und Übergriffe sind ein wachsendes Problem in unserer Gesellschaft", sagte Sascha Hammes vom Runden Tisch Präventionsarbeit, einem Zusammenschluss von Institutionen und Einrichtungen, die außerhalb des Elternhauses an der Erziehung und Bildung von jungen Erwachsenen beteiligt sind. Insgesamt an 36 Geschäfte verteilte Johannes Heinz, Vorsitzender des mitmachenden Gewerbeverbands am Donnerstag Plakate und Aufkleber. "Weitere ?Notinsel'-Partner sind willkommen", sagte Heinz.
Notinseln könnten etwa Einzelhandelsgeschäfte, Bäcker, Metzger, Friseure, Apotheken oder Banken, um nur einige zu nennen, werden.
Wer Kindern offiziell einen Zufluchtspunkt bieten möchte, unterschreibt eine Selbstverpflichtung und erhält dann den Aufkleber, der gut sichtbar angebracht wird. Weiter erhalten die Partner eine Handlungsanweisung. Sie enthält unter anderem regionale Notrufnummern und erläutert, was im Notfall zu tun ist.
"Auch die Polizei begrüßt die Initiative sehr", sagte Polizei-Pressesprecher Karl-Peter Jochem. Berthold Biwer, Bürgermeister der VG Schweich und Vorsitzender des Runden Tischs appellierte an die Geschäftsinhaber: "Was für die Kinder ein Notfall ist, ist für Erwachsene oft kein Problem. Etwa wenn ein Kind den Bus verpasst hat oder ein Pflaster braucht." Wichtig sei, die Kinder in jeder Situation ernst zu nehmen. "Wir möchten mit der Initiative ein Zeichen für Kinder, gegen Täter und für ein großes bürgerschaftliches Engagement setzen", sagte Hammes.
Weitere Informationen gibt es unter www.notinsel.de.
Dem Beispiel folgen!
von Friedhelm Knopp
Wer kann sich noch in die eigene Kindheit zurückversetzen, wer erinnert sich noch an eine plötzliche Situation der Bedrohung oder der Hilflosigkeit, der er als Kind plötzlich auf offener Straße gegenüberstand? Die Flucht ins nächste Geschäft und die Bitte um Hilfe endete besonders in den 50er-, 60er- und 70er-Jahren oft nur mit dem nach draußen weisenden Zeigefinger. Von einem völligen Umdenken zeugt die bundesweite Aktion "Kinder-Notinsel", die engagierte Schweicher Gruppen nun verwirklicht haben. In dieser Region wird Schweich damit zum Vorreiter - die nächsten "Notinseln" finden sich bisher nur in der Pfalz. Daher der Appell an Städte und Gemeinden ringsum: Bitte schaut auf dieses preiswerte wie effektive Hilfsangebot für Kinder! f.knopp@volksfreund.de
Aus dem Trierischen Volksfreund vom 30.10.2009.
Quelle: www.volksfreund.de
-Runder Tisch Präventionsarbeit setzt weiter auf Aufklärung-
SCHWEICH / LEIWEN. Mit dem Auftakt der Festsaison am Fest der Roemischen Weinstrasse im Mai wurde durch den Runden Tisch Präventionsarbeit in der Verbandsgemeinde (VG) Schweich eine Aufklärungskampagne gegen "Komasaufen" bei Jugendlichen gestartet. Seither sind die plakativen Bierdeckel mit dem Slogan "Don't drink too much - Stay Gold" bei einigen Veranstaltungen in der VG zum Einsatz gekommen.
So auch zuletzt bei der Beachparty am vergangenen Wochenende in Leiwen. "Wir haben festgestellt, dass wir mit der Aufklärungskampagne einen besseren Zugang zu den Jugendlichen finden, als mit reinen Kontrollen.", so Sascha Hammes vom Schweicher Ordnungsamt. Insgesamt werde die Aktion bei den Jugendlichen und auch den Veranstaltern sehr positiv aufgenommen. Das Zusammenspiel von Aufklärung und Kontrollen stelle ein wirksames Instrument dar, welches so auch weiterhin bei Veranstaltungen in der VG Schweich eingesetzt wird.
Durch die Präsenz bei den Veranstaltungen und den positiven Charakter der Aufklärungsaktion kommen alle Beteiligten einfacher miteinander ins Gespräch, da nicht Repression, sondern der Wille zur Verbesserung im Vordergrund stehen. "Nur wer weiß was er falsch macht und wie er es in Zukunft besser machen kann, wird auch bei etwaigen Kontrollen verstehen, warum er bestraft wird.", stellt Dirk Marmann, Jugendpfleger der VG Schweich und Geschäftsführer des Runden Tisches Präventionsarbeit fest. "Wir wollen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger den Leuten das Feiern vermiesen. Daher ist nicht das Verbot von Alkohol das Ziel, sondern der maßvolle Konsum.", so Marmann weiter.
Auch in den kommenden Wochen werden die Mitglieder des Runden Tisches wieder auf Veranstaltungen an der Roemischen Weinstrasse unterwegs sein, um für maßvollen Alkoholkonsum zu werben. Dabei werden sie mit Jugendlichen, aber auch Veranstaltern ins Gespräch kommen, um gemeinsam Ideen für eine vernünftige Festgestaltung zu besprechen.

Von: Trierischer Volksfreund, 08.05.2009
Schweich. Total besoffen im eigenen Erbrochenen zu sitzen oder Spaß mit den anderen Fußballfans zu haben. Das sind die alternativen Welten, die jeweils auf der Vorder- und Rückseite eines Bierdeckels zu sehen sind, der zur Kampagne "Don't drink too much - Stay Gold" gehört.
Spitzensportler als Vorbilder
"Stay Gold" ist eine Initiative der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter der Schirmherrschaft von Sabine Gätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Die Aktionen setzten auf Genuss mit Verstand: "Etwas trinken ist okay - zu viel trinken ist absolut uncool." Und der runde Tisch Präventionsarbeit der Verbandsgemeinde Schweich macht mit. Start der Kampagne in der VG Schweich ist am Fest der Römischen Weinstraße an diesem Wochenende.
Die schockierend-schönen Bierdeckel werden unter das feiernde Volk gebracht, Plakate werden an verheerende Folgen exzessiven Alkoholkonsums erinnern, und es werden Alternativen aufgezeigt. "Denn es geht nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger dazustehen", betont Dirk Marmann, Jugendpfleger der VG Schweich. Das Aufzeigen von Möglichkeiten sei in der Präventionsarbeit sehr wichtig. Daran knüpft auch die Beteiligung an der zweiten Kampagne gegen Jugendalkoholismus "Vorbild sein" des rheinland-pfälzischen Landespräventionsrats an.
Einige Mitglieder des runden Tischs, Musiker, die am Festwochenende spielen, und bekannte Spitzensportler der Region, die einen Weg gefunden haben, sich in ihrer Freizeit sinnvoll zu beschäftigen, werden am Fest der Römischen Weinstraße der Kampagne ein Gesicht geben. Sie werden weiße T-Shirts mit roten Lettern "Vorbild sein" tragen. Und natürlich Vorbild sein. "Wir werden nicht auf Alkohol verzichten, uns natürlich nicht betrinken, sondern den Moselwein genießen", sagt Dirk Marmann.
Infos und Tipps von "Stay Gold"-Botschaftern wie Flirt- und Kennenlerntipps gibt es unter www.staygold.eu
Aus dem Trierischen Volksfreund vom 08.05.2009
Autorin: Katja Bernardy
Quelle: www.volksfreund.de
22.04.2009

Von unserem Redakteur Friedhelm Knopp Von Friedhelm Knopp
Jugendliche im Vollrausch, Aggressionen, Scherben und Verletzte: Derart unschöne Begleiterscheinungen vieler Volksfeste sollen die Stimmung in der Verbandsgemeinde (VG) Schweich auch in diesem Jahr nicht trüben. Polizei, Ordnungsamt und Jugendpflege setzen erneut auf eine effektive Prävention.
Schweich. Als "unproblematisches Volksfest" hatte stets der Feller Markt gegolten - bis 2006 einige Gruppen von alkoholisierten Jugendlichen mit Schlägereien und einem Scherbenmeer die Stimmung kippen ließen. Das Kernproblem in Fell waren wie anderenorts die sogenannten "Rucksack-Trinker" - junge Festbesucher, die mit erheblichen und meist hochprozentigen Vorräten zum Festplatz ziehen - oft schon mit der Absicht, sich dort "die Birne vollzuhauen und Randale zu machen". Die Feller Vorfälle alarmierten die Verantwortlichen, zumal sich auf anderen Volksfesten in der VG, insbesondere beim Fest der römischen Weinstraße, ähnliche Entwicklungen abzeichneten. In Schweich gruppierten sich Ordnungsamt, Jugendpflege, Polizei sowie Schulvertreter um einen "Runden Tisch" und ersannen präventive Maßnahmen.
Erstmals erprobt beim Feller Markt 2007
Eine Art Pilotprojekt wurde der Feller Mark 2007: Eine Bannmeile für Rucksackgetränke rund um den Festplatz, gemeinsame Kontrollen durch Jugendpflege, Polizei und Ordnungsamt sowie ein privater Sicherheitsdienst sorgten für einen ruhigen Verlauf. Mit gleichem Erfolg wurden die Präventivmaßnahmen 2008 in Fell wiederholt - ebenso wirksam erwies sich diese Art der Prävention im vergangenen Jahr beim Fest der römischen Weinstraße in Schweich. Auch in diesem Jahr soll das Fest vom 8. bis 11. Mai von den inzwischen bewährten Präventionsmitteln begleitet werden. Was geplant ist, um die bekannten Auswüchse zu verhindern, erläuterten gestern Sascha Hammes vom Ordnungsamt, Jugendpfleger Dirk Marmann und Dieter Wiegandt, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Schweich. Nach dem bewährten Motto "Prävention statt Reaktion" sollen mögliche (Alkohol-)Exzesse junger Festbesucher schon an der Wurzel bekämpft werden. Grundlage ist wieder die "Bannmeile" für Rucksackgetränke auf Basis der Gefahrenabwehrverordnung. Als Tabuzone für junge "Selbstversorger" gelten dann Brücken-, Richt- und Oberstiftstraße, die Schulhöfe und Bushaltestellen. Hinweisschilder sollen die Sperrzonen kennzeichnen. Polizei, Ordnungsamt, Jugendpflege, ein mit Großveranstaltungen erfahrener ziviler Sicherheitsdienst und das Kreisjugendamt werden das Verbot überwachen und wenn nötig durchsetzen. Nach dem Motto "Stay Gold" (bleib sauber!) ist zudem Aufklärungsarbeit angesagt - dazu zählt auch am Sonntag die große Bühnen-Aktion "Vorbild" mit zahlreichen regionalen Sportstars. "Wir wollen den jungen Leuten nicht das Trinken verbieten, sondern sie zum Maßhalten anregen", sagt Jugendpfleger Marmann. Kollege Hammes vom Ordnungsamt ist sicher, erfolgreich zu sein, denn "wir lernen mit jedem Fest und werden immer effektiver." Meinung Das Heft in der Hand behalten Noch vor wenigen Jahren versuchten viele Festveranstalter, Vorfälle mit stark alkoholisierten und aggressiven Gruppen als "Auswüchse einiger weniger" zu verharmlosen. Dann folgte das übliche offizielle Lob über den "harmonischen Festverlauf". Der Grund für dieses Weggucken war die Sorge um das Ansehen der meist traditionellen Festveranstaltung und nicht zuletzt um den Ruf des gesamten Ortes. Doch für die "normalen" Festbesucher öffnete sich die Schere zwischen offizieller Darstellung und den tatsächlichen Verhältnissen auf den Festmeilen immer weiter. Viele begannen, die Feste zu meiden. Inzwischen hat aber bei den Veranstaltern ein Umdenken eingesetzt: Man lässt sich das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen, sondern handelt, bevor Alkohol und Aggression die (Fest-)Regie übernehmen. f.knopp(at)volksfreund.de
Kontakt:
Runder Tisch Präventionsarbeit
in der Verbandsgermeinde Schweich
Brückenstraße 26, 54338 Schweich
Telefon (06502) 5066-45
E-Mail: rtp(at)praevention.KiJuB.net